Warum ist ein Augenscreening für mein Kind wichtig?

Sehfehler sind bei Kleinkindern und Kindern nur schwer zu erkennen. Durch die Sehüberprüfungen im Rahmen der kindlichen Vorsorgeuntersuchungen ohne technische Hilfsmittel bleiben Sehprobleme wie Hornhautverkrümmung, ungleiche Fehlsichtigkeit oder Trübungen der Augenlinse unendeckt. Ohne eine frühzeitige Behandlung nimmt eine Sehminderung zu und wirkt sich hemmend auf die gesamte Entwicklung des Kindes aus.

Die Kinder selbst bemerken die Sehschwäche nicht, da sie die Situation nicht anders kennen und nicht wissen, wie scharf sie eigentlich sehen könnten. So sind in Deutschland rund sechs Prozent aller Kinder bis zur Einschulung schwachsichtig aufgrund mangelnder Untersuchungen. Abhilfe schaffen kann hier nur ein Augenscreening für Kinder.

Werden Sehstörungen der Kleinen frühzeitig – im Idealfall bis zum 3. Lebensjahr – erkannt und richtig therapiert, können sie in vielen Fällen behoben werden.

Welche Folgen haben unentdeckte Sehprobleme bei meinem Kind?
Bleiben Sehprobleme unentdeckt, wird die kindliche Entwicklung erheblich gehemmt. Für eine optimale Entwicklung der Hirnleistung muss ein Kind das Erlebte visuell richtig verarbeiten können, denn es nimmt 90 % aller Informationen mit den Augen auf.

Kinder, die schlecht sehen, müssen sich mehr anstrengen, ermüden dadurch schneller und bleiben nicht selten hinter ihren Möglichkeiten zurück. Das macht sich später auch in der Schule bemerkbar. Unerkannte Sehschwächen können zu Konzentrationsproblemen, Leseschwierigkeiten und Wahrnehmungsdefiziten führen. Dies ist nicht selten die Ursache für Fehler beim Schreiben oder Rechnen.

Oft treten Sehstörungen auch einseitig auf und beeinträchtigen das räumliche Sehen. Das schwächere Auge wird hierbei vom Gehirn für die Verarbeitung der Seheindrücke immer wieder geschont und das stärke Auge übernimmt die „Sehaufgabe“. Hält dieser Zustand längerfristig an, kann es zu einer funktionellen Störung des schwächeren Auges kommen. Räumliches Sehen ist für diese Kinder dann nicht mehr möglich.

In welchem Alter sollte das Sehscreening erfolgen?

Der Berufsverband der Kinderärzte (bkjv) empfiehlt das Screening mit dem 12. und dem 36. Lebensmonat durchführen zu lassen, da es kaum eine andere Möglichkeit gibt, Sehfehler bei Kindern in diesem Alter aufzudecken. Das Sehscreening ist bereits für Kleinkinder ab dem 6. Lebensmonat ohne Pupillenerweiterung (Tropfen) möglich.

Wie läuft das Augenscreening für Kinder ab?

Das Augenscreening dauert nur wenige Sekunden und ist auch für Kleinkinder angenehm. Das Messgerät zieht die Aufmerksamkeit des Kindes wie von selbst auf sich dank des blinkernden bunten Lichtes und Tiergeräuschen wie Vogelgezwitscher.

Während der Messung schaut das Kind bei etwa einem Meter Abstand direkt in das Messgerät und kann auf Ihrem Schoss sitzen bleiben.

Für das Augenscreening verwende ich weder Tropfen zur Erweiterung der Pupillen noch ist eine direkte manuelle Untersuchung des Auges notwendig. Die Untersuchung ist für Ihr Kind komplett schmerzfrei.

Nach der Messung erhältst Du von mir ein Protokoll mit allen Ergebnissen. Bei Auffälligkeiten besprechen wir zusammen die nächsten Schritte.

Was genau wird beim Augenscreening für Kinder geprüft?

  • Kurz- und Weitsichtigkeit
  • Hornhautverkrümmung
  • Schielen
  • Ungleiche Fehlsichtigkeit
  • Unterschiedliche Pupillenweite
  • Unregelmäßigkeiten und Trübungen der Augenlinse.

Da Säuglinge in der Regel nahsichtig sind, werden die Messergebnisse mit Normwerten für das entsprechende Alter abgeglichen.

Übernimmt meine Krankenkasse die Kosten?

Bislang werden die Kosten für das Sehcreening nicht von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen. Einige Krankenkassen bieten allerdings Vorsorgeprogramme an, wo Zusatzkosten dieser Art eingereicht werden können. Frage bitte vorab bei deiner Krankenkasse nach.

Diese Zusatzleistung kostet Dich 20,- Euro

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